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Hohe Lärmbelastung im Leipziger Norden

Anwohner engagieren sich für leisere Quartiere

4. März 2011 drucken

Verkehrslärm ist ein erhebliches Problem. Die Betroffenen wollen sich damit nicht länger abfinden. Deutlich wurde das bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung des Projekts „Mach's leiser!“ am 2. März 2011. „Mitwirken bei der Lärmaktionsplanung in Leipzig“ ist das Motto.

Zahlreiche Anwohner aus dem Norden der Stadt waren der Einladung des
Ökolöwen gefolgt. In der Aula der Gohliser Schiller-Schule nutzen sie die Gelegenheit, auf konkrete Lärmbelastungen hinzuweisen.

Die Anwohner waren sich einig. Der Leipziger Norden dürfe nicht weiter die Lärm-Müllkippe der Stadt sein. Gleich dreifach betroffen sei etwa die Sternsiedlung: Straßen-, Schienen- und Fluglärm sorgen hier für gesundheitsschädliche Schallpegel. Als Beispiele für besonders verlärmte Verkehrswege wurden u.a. die Georg-Schumann-Straße sowie die Kirschberg- und Hans-Oster-Straße genannt.

Ein grundsätzliches Problem stelle die Nutzung von „Schleichwegen“ dar, die in Leipzig nicht unterbunden werde. Autos und LKW donnerten so mit erhöhter Geschwindigkeit durch kleinere, teils gepflasterte Straßen. Die Forderung nach großräumigen Tempo-30-Zonen, unter anderem im Wohngebiet südlich der Georg-Schumann-Straße, äußerten etliche der anwesenden Anwohner.

Tino Supplies, Projektleiter von „Mach's leiser!“, sagte: „Die Lärmbelastung im Norden ist zu hoch. Gemeinsam mit Bürgern aus dem Projektgebiet erarbeiten wir Ansätze um die Wohngebiete ruhiger zu machen. Die Folgen von Lärm betreffen jedoch Menschen im gesamten Stadtgebiet. Das zeigen die zahlreichen Einträge auf der Ökolöwen-Projektseite im Internet.“ Unter www.machs-leiser.de können alle Leipziger auf einer interaktiven Karte Punkte markieren, die besonders laut sind. Dort können sie auch eigene Lösungsvorschläge machen.

Genau darum geht es bei diesem Projekt – Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an der Lärmaktionsplanung. Sie werden gemeinsam aktiv, um ihre Stadt leiser und lebenswerter zu machen. Der Ökolöwe und zwei Planungsbüros unterstützen die Bürger in diesem Prozess. Sie vermitteln den Kontakt zu Verkehrsunternehmen, Wohnungswirtschaft, Stadtverwaltung sowie Stadtratsfraktionen und Bürgervereinen.

Die Auftaktveranstaltung von „Mach's leiser!“ veranschaulichte: Der Handlungsbedarf beim Lärmschutz ist offensichtlich.

Bei Rückfragen :

Tino Supplies
Telefon 0341-3065-370
E-Mail: machsleiser _at_ oekoloewe.de
 

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