Situation in Leipzig

Lärm berührt viele Bereiche des Alltags der Leipziger und wird von jedem Menschen anders wahrgenommen.Die Folgen einer dauerhaften Lärmbelastung äußern sich in einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen. Die Konzentration fällt schwerer. Wir reagieren schneller gereizt und schlafen unruhiger. Das Risiko eines Herzinfarktes steigt. Lärmbedingt erhöhte Gesundheitsrisiken sind laut Umweltbundesamt für Dauerschallaußenpegel ab 65 dB(A) am Tage und 55 dB(A) in der Nacht eindeutig nachgewiesen. Dabei muss man wissen, dass an Magistralen wie der Prager Straße Werte von bis zu 80 dB(A) erreicht werden.

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Lärmkartierung

Die Stadt Leipzig ist verpflichtet Lärmkarten zu erstellen und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, in denen die Lärmbelastung in leicht verständlicher Weise dargestellt ist. Jeder sollte ohne größere Probleme ablesen können, wie laut es vor seiner Haustür ist. Erst danach sind Lärmaktionspläne für das kartierte Gebiet zu erstellen, mit deren Hilfe die aufgezeigte Belastung gesenkt werden soll.

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Lärmaktionsplan

Die veröffentlichten Lärmkarten sind die Grundlage für die Aufstellung eines Aktionsplans. Die Stadt Leipzig hat seit 2013 einen ersten Leipziger Lärmaktionsplan. Darin stellt die Verwaltung Lösungen vor, mit denen sie die Verkehrsbelastung in unserer Stadt senken möchte. Die Leipziger waren zuvor aufgerufen, den Planentwurf öffentlich zu diskutieren. In einem Online-Forum konnte jede/r die vorgesehenen Maßnahmen bewerten und konkrete Handlungsschwerpunkte aufzeigen, die durch die Stadtverwaltung bis dahin nicht vorgesehen waren. Die erste Fortschreibung des Lärmaktionsplans soll 2015/2016 erfolgen. Für die Beurteilung des Aktionsplans sollten Sie sich einiger gesetzlicher Mindestanforderungen bewusst sein, denen der Plan genügen muss.

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