Zurück zur Karte

Lärmpunkt - Eisenbahn

Lärmschutzwände unabdingbar

Extremer Lärmpegel durch Güterzüge von Montag bis Freitag Tag und Nacht, ebenso an den meisten Wochenenden.

Bahnhofstraße 15, 04158 Leipzig

drucken

Durch den Wiederitzscher Viadukt und die sich anschließenden Eisenbahnbrücke über den Viaduktweg ist der Lärmpegel durch Güterzüge extrem. Güterzuglärm montags bis freitags Tag und Nacht, an manchen Wochenenden etwas weniger. Dazu lautes Kreischen der Bremsen wegen eines kurzen Halts vor der Einfahrt in den ehemaligen Bahnhof Wiedeitzsch (weshalb das auch noch - ist nicht schon genug Krach?).
Es gibt eine Lärmkartierung Eisenbahnlärm Großwiederitzsch des Eisenbahnbundesamtes von 2007, die schon damals - bei wesentlich geringerem Güterzugverkehr - die evidenten Gefahrenzonen für die Gesundheit der Anwohner ausweist. Allerdings kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kartierung geschönt ist, weil es schon seit langem zu viele Herz-Kreislauferkrankungen im Einzugsgebiet gibt.
Lärmschutzwände sind unabdingbar,
weil sie das einzige Mittel sind, um Abhilfe zu schaffen. Sie werden von der Bahn abgelehnt, weil Baumaßnahmen geplant wären und bis dahin gelte der Bestandsschutz. Allerdings sind zwei Strecken nach der Wende für den S-Bahn- und ICE-Verkehr gebaut worden (der zugunsten der Güterzüge herausgenommen wurde), weiterhin werden alle Strecken sehr oft repariert und schließlich haben Fachleute bemerkt, dass beim Reparieren die Schwelle zum Umbau überschritten wurde (z. B. beträchtliche Gleisbetterhöhungen), womit der Bestandsschutz nicht mehr gelten würde.
Die geplanten Baumaßnahmen sind von der Bahn seit 2008 systematisch von Termin zu Termin hinausgeschoben worden (letzter Termin: 2015) und sollen jetzt überhaupt nicht mehr stattfinden. So geht man nicht mit ca. 16 000 Menschen um, die zwischen Mockau und Wahren parallel zum Express-Güterring leben.

Zurück zur Karte